Hallo Bernd @revolt,
wieder zwischen den Zeilen gelesen, nehme ich aus Deinem Beitrag für mich mit. Man müsste es wirklich dauerhaft mit stoischer Ruhe einfach tun, um die Spiral zu knicken, nur tatsächliche 5…10 km/h mehr als die zulässige Höchstgeschwindigkeit (außer vor Schulen etc.) fahren. Keiner kann meckern, man fährt ja schon mehr und es einen kalt lässt was die anderen machen. Die sollen doch in ihr Unglück rasen. Denn sie wissen nicht, wie sie fahren. Ich sage mir immer: der wird hoffentlich einen triftigen Grund dafür haben, dass er jetzt unbedingt noch über die Sperrlinie vor der Ampel knapp vor mir in meine Spur wechseln muss. Mir selbst kann ich, ohne groß zu tun, anrechnen, dass ich es geschafft habe seit langem völlig ohne „Gegenmaßnahmen“ auszukommen. Eine junge Dame habe ich damit vor Jahren fast in den Wahnsinn getrieben. Von Anfang an alles über den dort erlaubten 50 km/h. Auf zweispuriger Richtungsfahrbahn, dreimal unterbrochen von Einengungen (Straßenbahnhaltestellen) kommen lassen, durch sanftes, aber bestimmtes Beschleunigen ihre Nase hinter meiner gehalten. Sodass sie immer wieder hinter mir einscheren musste. Nicht einsehen wollend, dass sie vielleicht „Ihren Meister“ gefunden hatte, ist sie mit der Brechstange dann zwei Abbiegungen später infolge einer für mich ungünstigen Ampelphase aus einer Linksabbiegerspur geradeaus in eine Einengung hinein, mich leicht zum Bremsen zwingend, vorbei gebrettert. Wenn ich ihren rechten hinteren Kotflügel getroffen hätte, hätte ich an diesem Tag die mir zustehende Stunde Frischluft auf der „Schießgasse“ (VPKA) ohne Gürtel und Schnürsenkel verbringen können. Sie stieg dann noch laut tobend aus. Und mir gelang es dann rückwärtsfahrend, sie immer in der Hoffnung wiegend, dass sie mich, um mich zur Rede zu stellen, erreichen könne, ca. 50 m hinter mir her zu locken. Ich muss mal bei Gelegenheit versuchen eine Art Weiche in Richtung Plauderecke in den Beitrag einzubauen, wenn es wieder mal zu ausschweifend wird.
Zurück zum Thema: Ich habe die Warnungen nie benutzt, um kurz abzubremsen und danach wieder Gas zu geben. Denn meine schlimme Zeit, während der es nur darum ging, knapp unter Führerscheinentzug zu bleiben, habe ich mit viel Glück für mich und die anderen Verkehrsteilnehmer längst hinter mich bringen können. Mir geht es mehr darum, dass der Aufstellungsort nach wie vor erst durch die Aufstellung ein gefährlicher Ort wird. Zu spätes und schreckhaftes Abbremsen vorausfahrender in die Augen geblitzter Fahrer vor allen Dingen im Dunkeln, möchte ich mir vom Hals halten. Davor möchte ich gewarnt sein. Plötzliches vor einem Bremsen kann fälschlicher Weise als Ausbremsen aufgefasst werden, welche bei mir zwar nicht mehr (s. oben) die üblichen Reaktionen provozieren. Aber es kann allgemein zu Verwirrung und Störung beitragen. Warum heute der Blitz vom Auge noch wahrgenommen werden muss, das wissen die Betreiber selbst nicht. Eigentlich stellt das einem schwerwiegenden Eingriff in den Straßenverkehr dar. Berichtigt mich bitte, wenn man ihn wirklich nicht mehr sieht. Kann mich nicht an ein Foto erinnern, oder gut verdrängt.
Grüße Steffen